Manfred Koch

Bischberg

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»Übergangenes – Meerhimmelland«

Zebrastreifen in Paris, die Weiten über der Nordsee – Die Aufnahmen von Manfred Koch bewegen sich zwischen Meer, Himmel und Land, zwischen Fotografie, Radierung und Malerei. Zum Festival fotografischer Bilder Regensburg zeigen die Kunstsammlungen des Bistums Regensburg eine Ausstellung seiner Werke. Vom 27. Oktober bis 14. November sind im Donau-Einkaufszentrum (große Ausstellungsfläche) die faszinierenden Motive des Flüchtigen, des leicht Übersehenen, des Übergangenen zu sehen. Anthropomorphe Gestalten, mitunter skurril, grimmig, verletzt, aber auch heiter, drängen sich ins Bild der Fußgängerüberwege, an denen Wetter, Fahrzeuge und die Zeit genagt haben. Auf Fine Art Papier geprintet, wirken die abstrakten Welten wie Druckgrafiken und eröffnen einen fesselnden Nahblick auf scheinbar Unscheinbares. Im Gegenüber führen seine Arbeiten der Meerlandschaften die Augen in die Ferne – nahezu monochrome Farbflächen, angedeutete Wellenbewegungen, Wolkenformationen, dunkelblau, graublau, pastellfarben, Spiegelungen im Wasser, aber auch gleißendes Licht, Wasseroberfläche und Horizont überstrahlend. Horizontale Bewegungen der Kamera während längerer Belichtungszeiten schaffen filmische Landschaften. In der Spannung von Dynamik und Ruhe konvergieren Meer und Himmel an der Horizontlinie, wo sich Weite und Tiefe dem Greifbaren entziehen.

In Kooperation mit den Kunstsammlungen des Bistums Regensburg.

Große Ausstellungsfläche im Donau-Einkaufszentrum Regensburg
Weichser Weg 5, 93059 Regensburg

von Mo. 26.10.2020
bis Sa. 14.11.2020
Große Ausstellungsfläche im Donau-Einkaufszentrum Regensburg
Website

http://www.manfred-koch-fotografie.de/

Manfred Koch studierte Theologie, Philosophie und Französisch in Würzburg und Paris. Parallel dazu setzte er sich intensiv mit den Medien Film und Fotografie auseinander.

Nach zwei Staatsexamen für das Lehramt an den Gymnasien wurde er 1988-1995 Geschäftsführer und pädagogischer Leiter des Erwachsenenbildungswerks Bamberg.

1995-2020 arbeitete er hauptberuflich als Leiter der Medienzentrale Bamberg vor allem mit Filmen im Kontext pädagogischer und kultureller Bildung sowie als Dozent für Film und Fotografie; darüber hinaus engagierte er sich in der Juryarbeit bei Filmfestivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Seine Fotografien waren in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen. 2014 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen, seit 2019 gehört er dem Sektionsvorstand Bildung der DGPh an.

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